Urlaub mit Haustier – so ist die Reise auch für den Vierbeiner angenehm

Die Kinder quengeln auf der Rückbank, die Sonne brennt vom Himmel und vielleicht steht man auch noch im Stau – so beginnt für viele von uns die Zeit des Jahres, die eigentlich am schönsten ist: der Sommerurlaub. Für uns Menschen ist dies anstrengend, aber auch unsere Vierbeiner haben es nicht leicht. In diesem Artikel verraten wir Ihnen, wie Ihr Haustier die Reise entspannt verbringen kann.

 

Welche Haustiere sind überhaupt reisetauglich?

Bevor man eine Reise plant, sollte man sich zuerst die Frage stellen, welche Haustiere überhaupt dafür geeignet sind, mit einem auf Reisen zu gehen. Je nach Tierart und -rasse ist es womöglich eine bessere Alternative, eine Unterkunft bei Familie oder Freunden zu organisieren oder eine geeignete Tierpension auszuwählen. Katzen beispielsweise sollten am besten in ihrer gewohnten Umgebung gelassen werden. Ebenso bleiben Fische und Vögel in ihrem gewohnten Zuhause. Nur Hunde sind im Vergleich zu den anderen Tieren sehr flexibel. Kleintiere, wie Kaninchen oder Meerschweinchen können relativ günstig in einer Tierpension untergebracht werden.

 

Die Katze bleibt lieber daheim

Wenn Sie einen tierlieben Nachbarn haben, kümmert dieser sich neben Ihrem Briefkasten und dem  Blumengießen, womöglich gerne auch darum, Ihren Stubentiger zu versorgen. Sollte der Nachbar verhindert sein und Sie nur auf einen Kurztrip fahren, ist ein elektronischer Futterautomat auch eine Option. Dieser wird entweder über eine Zeitschaltuhr oder auch eine App gesteuert und gibt zu entsprechender Uhrzeit jeweils eine Portion Futter frei. Auf diese Weise können Sie selbst während Ihrer Abwesenheit regelmäßige Fütterungszeiten einhalten. Bei den Automaten kann man zwischen verschiedenen Modellen wählen. Es gib solche mit Trockenfutter-Spender, die bis zu 50 Mahlzeiten fassen, oder jene mit einem kleineren Speicher, aber dafür einer Kühlung für Nassfutter. Selbst für Haushalte mit mehreren Katzen gibt es Möglichkeiten einzustellen, dass jedes Tier an seine Ration Futter kommt.

 

Die Tierpension – eine geeignete Unterkunft finden

Hat man sich für eine Haustier-Unterbringung in der Tierpension entschieden, sollte man daran denken, diese frühzeitig zu buchen, denn besonders in der Feriensaison sind die Plätze stark nachgefragt. Merkmale für eine gute Pension sind z.B. die Tatsache, dass der Betreiber einen Sachkundenachweis nach Tierschutzgesetzt vorlegen kann, sowie dass er nur geimpfte Tiere aufnimmt. Bei einer Besichtigung können Sie sich außerdem einen Eindruck davon verschaffen, wie viel Auslauf die Tiere haben und ob sie individuell gefüttert werden. Preislich muss man pro Tag mit ca. 10 bis 20 Euro für eine Katze und mindestens 25 Euro für einen Hund rechnen (in Abhängigkeit von der Größe). Der örtliche Tierschutzverein ist eine gute Adresse für Empfehlungen.

 

Der Hund mit im Auto – Sicherungssysteme

Haben Sie sich dafür entschieden, Ihren Hund mit in den Urlaub zu nehmen, stellt sich als nächstes die Frage: wie? Hunde, die im Auto befördert werden, müssen in jedem Fall gesichert werden – egal, ob es nur zum Spaziergang im nächstgelegenen Wald oder eben auf die Urlaubsreise geht. Andernfalls stellen sie ein enormes Sicherheitsrisiko dar und können, selbst wenn nichts passiert, für ein Bußgeld von 35 bis zu 75 Euro sorgen. Denn laut Straßenverkehrsordnung gelten Hunde als Ladung und diese muss entsprechend gesichert werden. Geht von dem Transport des Hundes eine Gefährdung aus, droht womöglich sogar ein Punkt in Flensburg.

Dabei gibt es mittlerweile zahlreiche Systeme zur Sicherung des Hundes im Auto. Laut ADAC gut geeignete Systeme sind Hundetransportboxen aus Kunststoff oder Metall, die entweder im Fußraum oder im Kofferraum transportiert werden. Auch Softtaschen, die mit dem Isofix-System befestigt werden – einem ISO-zertifizierten System, das auch für Kindersitze verwendet wird – werden empfohlen. Allerdings wird vorausgesetzt, dass diese vorschriftsgemäß eingebaut und auf das Gewicht und die Größe des Hundes abgestimmt sind.

Ähnliches gilt für Gitter und Boxen für den Kofferraum. Auch bei den Boxen sollte auf die Sicherung mit Gurten und die passende Größe geachtet werden. Hat der Hund nämlich zu viel Bewegungsfreiraum, ist auch seine Verletzungsgefahr größer, da er bei einem Aufprall umso mehr umhergeschleudert wird. Hundekörbchen für die Rückbank und sogenannte Rücksitzbarrieren haben sich dagegen im Test eher nicht bewiesen.  Sofern sie eine gute Passform haben und in sich stabil verarbeitet sind, bieten auch Gurtsysteme für die Rückbank sowohl einen guten Schutz für den Hund, als auch verhältnismäßig viel Bewegungsfreiheit. Durch eine passende Decke kann man die Sitze vor Verschmutzungen schützen.

 

Die Zugreise mit Hund

Haben Sie sich für die Variante entschieden, mit dem Zug in den Urlaub zu fahren, gibt es andere Punkte zu beachten, als beim Autofahren. Reist ihr Hund im Fernverkehr mit, braucht er beispielsweise ein eigenes Ticket. Und zwar müssen Sie für Ihren Hund eine Kinderfahrkarte (von 6-14 Jahre) kaufen – leider ist dies nicht als digitales Ticket möglich. Sie müssen hierfür also an einen Schalter oder sich das Ticket per Post zustellen lassen. Lediglich Hunde, die maximal so groß sind, wie eine Hauskatze, dürfen kostenlos mitfahren. Während der Fahrt, muss der Hund entweder in einer Transportbox sitzen oder angeleint sein und einen Maulkorb tragen.

 

Worüber muss man sich schon vor der Reise informieren?

Wenn man sich dafür entschieden hat, dass der Hund auf die Urlaubsreise mitkommt, gibt es im Vorfeld einiges zu beachten. Beispielsweise sollte man darauf schauen, dass in dem Hotel oder der Ferienwohnung, in der man ist, Haustiere explizit erlaubt sind. In manchen Hotels gibt es zum Teil ein paar Zimmer, ausdrücklich für Gäste mit Hunden. Auch Campingplätze zeigen sich oft unkompliziert und haustierfreundlich.

Je nachdem, an welchen Ort die Urlaubsreise führt, könnten Sie schon im Vorfeld in Erfahrung bringen, ob es in der Umgebung Parks oder ähnliches gibt, wo Ihr Hund genug Auslauf bekommen kann oder ob der Hundestrand sich in der Nähe befindet.

In den beliebten deutschen Reisezielen ist eine Kurabgabe zu entrichten – dies gilt in einigen Orten neben Herrchen und Frauchen auch für den Hund. Hierüber können Sie sich vor der Reise auf der Website des Ortes informieren. Zu zahlen ist die Gebühr, die in der Regel pro Tag berechnet wird, in den meisten Fällen vor Ort.

Geht es mit dem Hund ins inner- oder außereuropäische Ausland sollte man sich über die jeweiligen Einreisebestimmungen für das Urlaubsland informieren. Die Einreiseregelungen wurden zwar vor einigen Jahren für ganz Europa vereinheitlicht. Dennoch gibt es weiterhin spezielle Länderregelungen. So können z.B. bestimmte Auflagen zur Einreise mit sogenannten „Kampfhunden“ vorliegen oder eine Bandwurmbehandlung gefordert werden.

Des Weiteren macht es Sinn, sich vor der Reise noch ein Mal die Bestimmungen der Hundehalterhaftpflichtversicherung durchzulesen. Hier gilt es sicherzustellen, dass die Versicherung auch im Reiseland leistet. Außerdem könnte es sein, dass die Versicherung den Aufenthalt im Ausland zeitlich begrenzt. In jedem Fall ist es eine gute Idee, einen Beleg für die Hundehalterhaftpflichtversicherung einzustecken.   

 

Was muss für das Haustier ins Gepäck?

Steht eine längere Autofahrt an, ist es selbstverständlich, dass für das Tier, ebenso wie für seine Besitzer Proviant eingepackt wird. Insbesondere an heißen Tagen, muss auch für den Hund genug Wasser eingepackt werden, das ihm bei regelmäßigen Pausen angeboten werden kann.

Ebenso muss auch für den Hund ein Ausweisdokument mitgeführt werden, sollte man eine Grenze überqueren. Der sogenannte EU-Heimtierausweis wird vom Tierarzt ausgestellt und sollte unbedingt ins Reisegepäck. Darin sind unter anderem eine Tollwut-Impfung, sowie eine Chip-Kennzeichnung des Tieres vermerkt, welche beide Voraussetzungen für eine Reise ins EU-Ausland sind.

Außerdem sind ein Zeckenschutz und im Allgemeinen eine kleine Reiseapotheke auch für das Tier sinnvoll. Dass die Leine, je nach Reiseland ein Maulkorb und ein (Reise)hundebett ins Gepäck gehören, versteht sich dagegen von selbst.

Wird all dies beachtet, kann man einer entspannten Reise entgegenblicken.

PrimeHome hilft Ihnen schnell und unkompliziert

PrimeHome hilft Ihnen schnell und unkompliziert

PrimeHome ist Ihr Partner für erste Hilfe am Zuhause. Daher unterstützen wir unsere Mitligeder natürlich auch, wenn Sie durch einen Schaden am Haus eine Notunterbringung für Ihr Haustier brauchen. Ein Anruf genügt und wir organisieren eine Tierpension. Die Rechnung dafür übernehmen wir selbstverständlich.

Alle Leistungen anschauen