Tipps für die Heizung – die richtige Pflege und Wartung für eine lange Lebensdauer

Ebenso, wie alle anderen technischen Geräte, die regelmäßig verwendet werden, hat auch eine Heizung einen ganz normalen Verschleiß zu verzeichnen. Damit dieser nicht zu größeren Schäden führt, ist es jedoch ratsam, regelmäßige Wartungen durchzuführen. Außerdem ist es aus energetischen Gesichtspunkten sinnvoll, da auch ungenaue Einstellungen zu höheren Energieverbräuchen als notwendig führen können.

 

Was macht der Schornsteinfeger bei seinem Pflichtbesuch – reicht dies aus?

Die regelmäßige, gesetzlich vorgeschriebene Überprüfung der Heizung durch den Schornsteinfeger ist nicht zu verwechseln mit den Wartungen durch einen Heizungs-Fachbetrieb. Diese sind zwar gegebenenfalls auch durch einen Vertrag geregelt und finden daher regelmäßig statt, sind jedoch in ihrer Art und Ausführung nicht derartig definiert. Die Tätigkeiten des Schornsteinfegers sind dagegen genau vorgeschrieben und um sie kommt kein Hauseigentümer drumherum.

Im sogenannten „Feuerstättenbescheid“ stellt ein Schornsteinfeger fest, welche Überprüfungen wann an Ihrer Heizungsanlage durchzuführen sind. Sie als Hausbesitzer sind verpflichtet, diese Termine einzuhalten und einen Schornsteinfeger Ihrer Wahl hierfür zu beauftragen. Bei diesen Kontrollen geht es vor allem darum, die Betriebs- und Brandsicherheit einer Feuerstätte zu prüfen. Konkret bedeutet dies z.B., dass er den Kohlenmonoxidgehalt der Abgase misst und prüft, ob diese ungehindert abziehen können.

 

Verpflichtet die Energieeinsparverordnung (EnEV) zur Heizungswartung?

Die Energieeinsparverordnung (§ 11), die vor allem bei Neubauten und bei Modernisierungen von Bestandsimmobilien zum Tragen kommt, enthält eine Passage zur Heizungswartung. Darin ist festgeschrieben, dass „Anlagen und Einrichtungen der Heizungs-, Kühl- und Raumlufttechnik sowie der Warmwasserversorgung“ regelmäßig gewartet werden müssen. Für die Wartung und Instandhaltung sei Fachkunde erforderlich, wobei dies auch eine Privatperson sein kann, die über die notwendigen Kenntnisse verfügt. Eine Fachkraft ist also nicht zwingend vorgeschrieben. Ist man also zufällig selbst Experte auf dem Gebiet, kann man die Heizung selbst warten. Andernfalls ist es eher sinnvoll, sich einen Profi zu organisieren.

 

Was kann man selbst zur Effizienz der Heizung beitragen?

Damit die Heizung möglichst lange funktionstüchtig bleibt, ist nicht nur die Wartung durch den Profi von Bedeutung. Es gibt auch viele kleinere Tipps und Handgriffe, mit denen man selbst die Effizienz der Heizung optimieren kann. Folgende Maßnahmen können hier entsprechend wirksam sein.

  • Die Heizkörper entlüften, wenn diese während des Heizens gluckern
  • Herkömmliche Ventile gegen solche mit Thermostat austauschen
  • Die Einstellungen möglichst genau auf den Bedarf einstellen – z.B. mit Nachtabsenkungen

 

Ablauf, Kosten, Zeitpunkt und Rhythmus von Heizungswartungen – was ist zu erwarten?

Da die Heizungswartung nicht so strikt vorgeschrieben ist, wie die Überprüfung durch den Schornsteinfeger, ist auch der Wartungsrhythmus nicht festgelegt. Empfehlenswert – laut des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) - ist allerdings, eine jährliche Wartung durchzuführen. Die Sommerzeit bietet sich hierfür hervorragend an, da die Heizung außer Betrieb ist und Ausbesserungen problemlos vor der Heizperiode durchgeführt werden können. Ein anderer sinnvoller Termin könnte sein, kurz bevor der Schornsteinfeger zu seinem Termin kommt, damit es möglichst wenig zu beanstanden gibt und er nicht noch einen weiteren kostenpflichtigen Termin ansetzen muss.

Die Kosten für die Wartung sind von Fachbetrieb zu Fachbetrieb unterschiedlich, hier gibt es keine Gebührenverordnung. Durchschnittspreise werden mit 150 bis 200 € angegeben, wobei dies variieren kann. Bedingungen, die die Wartungskosten beeinflussen, können unter anderem sein:

  • Art der Heizungsanlage (Gas, Öl, Pellet usw.)
  • Region
  • Zugänglichkeit der Anlage
  • Austausch von Ersatzteilen
  • Vorhandensein eines Wartungsvertrags

Insbesondere durch den Abschluss eines Wartungsvertrags ist es möglich, Kosten einzusparen, da man dem Anbieter die Aufträge gleich für die nächsten Jahre zusichert. Auch in der Steuererklärung kann man die Kosten für den Handwerker geltend machen und so zumindest einen Teil der Kosten erstattet bekommen.

 

Was wird bei der Heizungswartung gemacht?

Grundsätzlich geht es bei einer Heizungswartung darum, diese zu reinigen und bei Bedarf das eine oder andere Verschleißteil auszutauschen. Die bei der Heizungswartung durchzuführenden Arbeiten unterscheiden sich allerdings, je nachdem welchen Heizungstyp man verbaut hat.

Bei den zwei am weitesten verbreiteten Heizungstypen – der Öl- und der Gas-Heizung sind bei der Heizungswartung folgende Punkte zu erfüllen.

Öl-Heizung:

  • Heizkessel ein Mal jährlich reinigen, damit die Abgaswerte sich nicht verschlechtern
  • Brennkammer und Abgastunnel von Ruß befreien
  • Überprüfung des Rauchabzugs auf Rost, damit eventuellen Lecks vorgebeugt wird
  • Reinigung des Brenners
  • Kontrolle und Anpassung des Drucks und der Temperatur
  • Überprüfung des Tanks auf Notwendigkeit einer Reinigung

 

Wie kommt die Heizung gut durch den Sommer?

Auch wenn eine Heizung im Sommer nicht verwendet wird, kann man in dieser Zeit etwas für deren Erhaltung tun. Mit der Verwendung des Sommermodus oder der richtigen Einstellung der Ventile, ist dies zum Beispiel möglich.

Je nachdem, ob die Warmwasserbereitung für die Heizung und für die Küche und das Bad gekoppelt sind oder nicht, gibt es verschiedene Möglichkeiten, um im Sommer Energie zu sparen. Sind diese beiden Systeme getrennt voneinander, so ist es möglich, nur die Heizung auszuschalten und das Warmwasser weiter zu benutzen.

Um Heizungsanlagen energiesparend durch den Sommer zu bringen, bieten diese inzwischen in der Regel die Funktion „Sommerbetrieb“ an. In diesem Modus ist die Heizung zwar nicht vollkommen ausgeschaltet, aber der Brenner und die Umwälzpumpe befinden sich in einer Art Standby-Modus, sodass sie erst anspringen, wenn ein gewisser Temperatur-Grenzwert unterschritten wird. 

Insbesondere neuere Heizungsanlagen springen häufig automatisch in den Sommermodus. Hier braucht man sich selbst um nichts zu kümmern. Dies bedeutet im Umkehrschluss: Nur wenn die über einen Innensensor gemessene Raumtemperatur unter 16 bis 18 Grad sinkt, springt die Heizung automatisch an. Inzwischen funktionieren die meisten Heizungsanlagen sogar mit einem Außensensor. Dieser reagiert auf Temperaturen unter 17 Grad mit dem Einschalten der Heizung. Durch die Umstellung der Heizung auf den Sommerbetrieb kann man neben dem positiven Effekt für die Umwelt auch einen für den Geldbeutel verzeichnen. Je nachdem, wie viele kühle Tage es im Sommer gab, ist eine Einsparung von 5 bis 15 % erkennbar.

Ein weiterer kleiner Beitrag, der der Heizung, bzw. den einzelnen Heizkörpern im Sommer dient, ist die Einstellung der Ventile. Diese sollten voll aufgedreht – also auf der Einstellung 5 – sein, damit die Ventile „entlastet“ werden und über den Sommer nicht verklemmen.

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